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Berlin - Die Initiative 50plus wurde am 13. September 2006 im
Bundeskabinett beschlossen. Dabei geht es um zwei konkrete Ziele: Zum
einen müssen diejenigen über 50, die keine Arbeit haben, eine Chance
bekommen, wieder ins Erwerbsleben zurückkehren zu können. Zum anderen
müssen heute und in Zukunft ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
länger im Erwerbsleben bleiben. Daher ist es im Interesse der
Unternehmen, dass sie beschäftigungsfähig und qualifiziert bleiben. ( Link Orginal Text Pressemitteilung )
" Der
demographische Wandel und seine Folgen, vor allem der Fachkräftemangel
und der Bedarf an gut qualifizierten Arbeitskräften, sind große
Herausforderungen. Schon heute müssen wir daher notwendige
Veränderungsprozesse in Gang setzen. Wir müssen die
Beschäftigungsfähigkeit der Menschen verbessern, Qualifizierung fördern
und die sozialen Sicherungssysteme stabilisieren.
Die Menschen sollen länger im Arbeitsleben bleiben. Ältere Arbeitslose
sollen eine Chance haben, wieder eine Beschäftigung zu finden.
Ein
längeres Erwerbsleben liegt im gemeinsamen Interesse von Arbeitgebern
und Arbeitnehmern. Wenn Unternehmen mit älter werdenden Belegschaften
im internationalen Wettbewerb bestehen wollen, muss das Alter als
produktive Lebensphase einbezogen werden.
Die Bundesregierung hat sich deshalb klare Ziele gesetzt:
-
Wir wollen die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer weiter erhöhen.
- Wir wollen das Lissabon-Zielder
Europäischen Union, bis zum Jahr 2010 die Erwerbsquote der über
55jährigen auf 50
Prozent anzuheben, erreichen. Im Jahr 2005 lag die Quote bei 45,4
Prozent. Der Trend ist positiv. Bis 2012 wollen wir zu den Besten in
Europa gehören.
- Wir wollen, dass mehr Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer an beruflicher Weiterbildung teilnehmen, damit sie für
die steigenden Qualifikationsanforderungen des Arbeitsmarktes von
morgen gerüstet sind.
-
Wir wollen eine bessere Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser.
Hierzu sollen vor allem ein Kombilohn für Ältere und neugestaltete
Eingliederungszuschüsse beitragen.
Die Anreize zur Frühverrentung wurden
bereits deutlich eingeschränkt:
So haben wir die Zahldauer des Arbeitslosengeldes verkürzt, die so
genannte 58er-Regelung ist zeitlich befristet und soll nicht weiter
verlängert werden. Das Renteneintrittsalter wird erhöht.
Jetzt verbessern wir vorhandene Arbeitsmarktinstrumente zur Förderung der Beschäftigung Älterer:
Ein
Instrument ist der Kombilohn für Menschen ab 50 Jahren: Bezieher
von Arbeitslosengeld I sollen möglichst schnell wieder in den
Arbeitsmarkt integriert werden auch wenn sie dann weniger verdienen.
Deshalb sollen
ältere Arbeitslose, die eine Beschäftigung mit einem niedrigeren
Nettoentgelt als vor ihrer Arbeitslosigkeit aufnehmen, einen teilweisen
Ausgleich für die Lohneinbußen bekommen.
Ein attraktives Angebot für Arbeitgeber: Wer ältere Arbeitnehmer
einstellt, kann einen neu gestalteten Eingliederungszuschuss zum Lohn erhalten.
Zusätzlich erleichtern wir Befristungsregelungen für Beschäftigte ab 52 Jahren.
Die Rahmenbedingungen für die berufliche Weiterbildung werden verbessert und Anreize für die Inanspruchnahme von
Qualifizierungsmaßnahmen geschaffen.
Unsere bestehenden Programme und Initiativen zur Förderung der Beschäftigung Älterer setzen wir fort:
Mit dem Ideenwettbewerb "Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte
für
Ältere in den Regionen" werden regionale Projekte zur beruflichen
Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser über 50 Jahre
gefördert.
Mit dem "Bundesprogramm 30.000 Zusatzjobs für Ältere" schaffen wir Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung für
Langzeitarbeitslose ab 58.
Die "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (INQA) legt einen
Schwerpunkt
auf den demografischen Wandel. Qualifizierung und Gesundheit sind die
Schlüssel für die Fähigkeit und Bereitschaft älterer Arbeitnehmer,
berufstätig zu bleiben. Hier bietet INQA Hilfen für die
unternehmerische Praxis.
Die Ziele zu erreichen erfordert eine große gemeinsame Anstrengung von
Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden. Das Thema berührt viele Ressorts und Themenfelder.
Wir
brauchen eine breite
gesellschaftliche Debatte über die Chancen und Herausforderungen des
demografischen Wandels. Das beginnt mit dem Abbau von Vorurteilen
hinsichtlich Qualifikation, Leistungsbereitschaft und -fähigkeit
älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Veränderung in den
Köpfen ist überfällig.
Nach dem heutigen Beschluss der Eckpunkte wird mit der Ausarbeitung
entsprechender Vorhaben begonnen. "
Ausführlichere Informationen zu den Eckpunkten 50plus finden Sie auf der Hompage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
www.bmas.bund.de unter dem Stichwort Arbeitsmarkt.
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